Ist das Kunst oder kann das weg?

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Graffiti gehören zu unserer Stadt und zur Jugendkultur in Mörfelden-Walldorf. Nur gilt es zu unterscheiden zwischen Kunst und Schrott. Außerdem ist die Frage, ob wir an der Aktuellen Situation etwas ändern können und wollen?doku 1

Das sich Jugendliche nun mal im öffentlichen Raum ausprobieren ist wohl kein Geheimnis und auch überall sichtbar. Die Kunstwerke sind natürlich abhängig von den Fertigkeiten der jeweiligen Maler und Malerinnen und der Botschaften die zum Ausdruck gebracht werden sollen. Wo stehen wir denn in unserer Stadt und was hat die Szene so drauf? Mit dieser Frage gingen 3 Jugendliche auf Erkundungstour. Dieser kleine Auszug in Bildern aus der resultierenden Dokumentation ist zum Teil alarmierend und spricht klare Worte.

UnbenanntNeben wirklich tollen Graffiti gibt es eben auch viel Ausschuss. Was könnten denn Möglichkeiten sein um gegen „Schrott“ vorzugehen? Da, wie im Stadtbild zu sehen ist, Gesetzmäßigkeiten und Vorschriften nur bedingt funktionieren braucht es wohl andere Strategien. So verrückt es klingt, könnte vielleicht sogar die gezielte Unterstützung der Szene ein Schlüssel sein. Dazu ein Beispiel aus dem Alltag: Am Straßenrand liegt ein ausrangierter Autoreifen. Jahrelang lag dort kein Reifen, aber nachdem erst Einer dort liegt, folgen kurz darauf viele andere abgefahrene Reifen, so lange bis jemand wieder für Ordnung sorgt. Ähnlich läuft es scheinbar mit Schmierereien denn erfahrungsgemäß probieren sich Leihen dort aus, wo auch andere schon mit schlechtem Material und wenig Vorerfahrung probiert haben. Und im Laufe der Zeit hat sich da bei uns einiges angehäuft, wie es die Doku zeigt.bild Doku

Was wäre denn also wenn verschandelte Flächen für Graffiti freigegeben und interessierte Jugendlichen gezielt fortgebildet und mit Materialien unterstützt werden? Die Bereitschaft ist auf der Seite der Jugendlichen da und wie die Vergangenheit zeigt, auch Die der Stadt. Denn die Freigabe öffentlicher Flächen hat schon vor einigen Jahren zu vielen schönen Graffiti geführt. Aus Respekt in der Szene haben diese Werke bis heute Bestand. Also warum nicht diesen Stein wieder ins Rollen bringen. Die Bestandsaufnahme der 3 Jungs soll ein Anstoß sein, idokuhre Fortbildung findet in einem ersten Workshop im Frühling statt und einige Graffitidosen sind auch schon über die Jugendförderung bestellt.

Außerdem haben mich die Jungs gebeten diesbezüglich mal bei der Stadt vorzufühlen und ich werde die Chance beim nächsten Sozialausschuss dafür nutzen. Wie es weiter geht erfahrt ihr hier.

Philipp.Gempe

Kontakt: philipp.gempe@moerfelden-walldorf.de, mobil: 0176 11938227, ...oder einfach hier unten einen Kommentar hinterlassen, kommt auch an :-).

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